Ich sehe ROT

Ich sehe ROT - Von der Kraft des Loslassens

Im Moment zeigt sich der Herbst von seiner strahlenden Seite. Das Laub färbt sich bunt und mit dem warmen Sonnenlicht leuchtet es weithin.

Die Blätter wechseln von grün zu gelb, orange oder rot. Farben, die zum Teil schon im Sommer da waren, jedoch durch das grüne Chlorophyll im Blatt verdeckt waren. Mit Hilfe des Chlorophylls, dem grünen Farbstoff, machen die Pflanzen Photosynthese. Das heisst, sie wandeln Sonnenlicht in Zucker um. Zucker, den sie als Energie für das Wachstum brauchen.

Jetzt im Herbst, wird das Chlorophyll abgebaut. Die Pflanze nimmt gespeicherte Stoffe zurück in Wurzeln, Stamm und Zweige. Dadurch kommen Carotinoide und Xantophylle (gelb-orange Farbstoffe) zum Vorschein, die unter dem Grün versteckt waren. Außerdem bildet der Baum nun auch Anthozyane. Farbstoffe, die die Blätter rot leuchten lassen. Ein kraftvoller Farbenrausch, bevor die Blätter von den Bäumen segeln und der Baum in die Winterruhe geht.

Rot steht für Kraft, Energie, Lebendigkeit.

Das Rot ( Orange und Gelb) der Blätter erscheint erst so richtig, wenn es einmal richtig kalt war und dann die Temperaturen wieder steigen. Ohne Kälte kein bunter Herbstzauber.

Wo ist bei dir gerade Herbst? Wo ist es Zeit zum Loslassen? Zeit zum Fallenlassen, dass Verborgenes ans Licht kommen kann? Welche Kraft verbirgt sich in deinem Inneren, die bisher unsichtbar war?

Loslassen heisst Platz machen für Neues. Heisst vielleicht einen inneren Kampf. Bedeutet vielleicht Schmerz. Denn im Alten verharren ist einfacher als ins Ungewisse aufzubrechen. Denn das macht uns unsicher und verletzlich.

Doch denken wir an die bunten Blätter. An die Kraft von Rot. Und manchmal braucht’s - wie in der Natur - Kälte, Wind und Wetter, dass diese Kraft zum Vorschein kommt. 

Vielleicht ist es im Moment schwer dieses Kahle, dieses Leere auszuhalten. Vielleicht fühlen wir uns dünnhäutig und nackt.

Ein Spaziergang bei Herbststurm kann uns beim Loslassen helfen. Wenn wir uns so richtig durchrütteln lassen. Unsere Kraft spüren, mit der wir im Wind stehen. Und mit den bunten fallenden Blättern das, was uns nicht mehr dient, der Erde zu übergeben.

Wie der Baum in die Winterruhe, tut es uns in dieser Zeit auch gut, in die Stille zu gehen. Anzunehmen, was gerade ist, ohne es zu bewerten. Gut für uns zu sorgen. Offen und wach wahrzunehmen, was da Neues am Keimen ist.

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